Tee-Importe auf Rekordniveau - Deutsche Firmen liefern weltweit Spitzenqualität
Hamburg, 20. Juni 2007. Deutschland hat im vergangenen Jahr seine Position als Drehscheibe des internationalen Teehandels weiterausgebaut: Mit 46.785 Tonnen erreichte das Importvolumen 2006 einen Zuwachs um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit eine neue Rekordmarke.
Gleichzeitig stieg auch die Ausfuhr aus Deutschland aufeinen Spitzenwert: 25.302 Tonnen Tee wurden 2006 von deutschenTeeunternehmen verarbeitet, veredelt und anschließend in alle Weltexportiert – vor allem Länder wie Großbritannien, USA und Russlandsetzen hier auf Spitzenqualität „Made in Germany“. Der Pro-Kopf-Konsumin Deutschland lag mit knapp 25 Litern in etwa auf dem Niveau derVorjahre, wobei rund 77 Prozent auf Schwarztee und 23 Prozent aufGrüntee entfielen. „Klein, aber fein – der deutsche Verbraucher trinktim internationalen Vergleich zwar relativ wenig Tee, genießt aberinternational den Ruf, die höchsten Ansprüche zu haben“, sagt JochenSpethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes. Weltweit wurden imvergangenen Jahr 3,5 Mio. Tonnen Tee produziert – ein Zuwachs um 4,3Prozent. Bei stabilem Exportvolumen verblieb mehr als die Hälfte davon(1,9 Mio. Tonnen) für den Eigenverbrauch in den Ursprungsländern.
China und Indien weltweit führende Erzeugerländer
Im internationalen Teemarkt hat China mit einer Produktion von über 1Mio. Tonnen die Führungsposition unter den Erzeugerländern übernommen.Bei 870.000 Tonnen im Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 17,2Prozent. Auch in Deutschland stammt der meiste Tee aus China – dasReich der Mitte hat seinen Marktanteil bei uns auf 22,07 Prozent erhöht(Vorjahr 19,73 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgt im weltweitenRanking der Erzeugerländer Indien mit einer Gesamtproduktion von955.907 Tonnen (Vorjahr: 927.984 Tonnen, plus 3 Prozent). Aus demtraditionsreichen Tee-Anbauland stammen unter anderem der weltberühmteDarjeeling sowie der Assam-Tee, der bei uns beispielsweise für diebeliebten kräftigen Ostfriesen-Mischungen verwendet wird. InDeutschland hat sich Indien im Berichtsjahr Platz zwei der Lieferländererobert – der Marktanteil lag mit einem Volumen von 6.976 Tonnen bei14,91 Prozent. Sowohl in China als auch in Indien hat der Teekonsumeine lange Tradition und ist fester Bestandteil der Landeskultur. Dochauch für den Außenhandel der beiden Nationen spielt Tee eine wichtigeRolle: China exportiert insgesamt 286.463 Tonnen, die rund 28 Prozentseiner Teeproduktion entsprechen; in Indien sind es gut 21 Prozent(203.860 Tonnen).
Sri Lanka und Kenia sind Exportweltmeister
Ganz auf den internationalen Markt ausgerichtet sind hingegen Sri Lankaund Kenia. So erzeugten Sri Lanka mit 310.822 Tonnen und Kenia mit310.607 Tonnen im Vergleich zu China und Indien eine deutlich geringereMenge, brachten diese aber mit einem Ausfuhrvolumen von 308.331 Tonnen(Sri Lanka) und 305.721 Tonnen (Kenia) nahezu komplett auf deninternationalen Markt. Sri Lanka ist damit vor dem afrikanischen Landder wichtigste Tee-Exporteur der Welt, in Deutschland liegt derMarktanteil bei 13,43 Prozent (Vorjahr 12,58 Prozent). In Kenia sind inden letzten vier Jahrzehnten Anbaufläche, Ernte und Exportmenge von Teesprunghaft angestiegen. Heute ist Tee ein bedeutender Wirtschaftsfaktorund einer der wichtigsten Exportgüter des Landes. Kenia-Tee stammt ausden Distrikten Kericho, Nandi, Limuru-Kiambu, Nyeri und Meru und wirdvornehmlich nach der CTC-Methode verarbeitet. Auch Deutschland beziehtzunehmend Tee aus Kenia, der überwiegend in Mischungen verarbeitet wird.
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